Mandeltarte mit Feigen und Zwetschken

Aktualisiert: 15. Sept 2019

Immer wieder mal werde ich gefragt, wie das bei uns zuhause so mit dem Zucker ist. Eines gleich mal vorweg: meine Kinder bekommen genauso noch Süßigkeiten und Kuchen, aber nicht mehr in dem Ausmaß, wie vor meiner Ausbildung. Und ich würde einmal behaupten, dass wir im Gegensatz zu anderen Familien noch nie übermäßig Süßes gegessen haben. Auch Softdrinks sind bei uns tabu. Ab und an gibt es mal einen guten Saft von unserem Bio-Bauern ums Eck oder im Gasthaus auch mal ein süßes Getränk. Grundsätzlich wird bei uns aber Wasser getrunken, was auch den Zähnen sehr zugute kommt. Gebacken habe ich schon immer gerne und es gab tatsächlich Zeiten, wo wir jede Woche mit Kuchen versorgt waren. Auch haben wir unsere Kinder oft mit Süßigkeiten belohnt. Naja, was soll ich sagen...? Ich wusste es zu dem Zeitpunkt nicht besser??? Stimmt eigentlich auch nicht. Ich wusste es schon, sah aber die Notwendigkeit es zu ändern nicht wirklich. Heute sehe ich vieles anders.

Es gibt nicht mehr täglich etwas zu naschen. Die "Süßigkeitenlade" wurde durch eine "Trockenfrüchte-Nüsse-Lade" eingetauscht und Kuchen gibt es nur mehr alle 2 Monate bei uns. Und zur Überraschung wurde die Umstellung total gut aufgenommen. Ich persönlich habe 2 Monate Zucker gefastet und habe heute kein Verlangen mehr nach Süßem. Bzw. ist es sehr oft so, dass mir alles gleich viel zu süß ist. An meinen Kindern kann ich diese Veränderung auch ganz gut beobachten. Sie sagen mir sehr oft, dass ihnen gleich mal etwas zu süß ist. Meinen Kids und uns fehlt es an nichts.

Unsere Geburtstagstorten mache ich ohne schlechtem Gewissen mit normalem Haushaltszucker (wenn auch mit geringerer Menge). Denn ich weiß, dass unsere Jahresbilanz an Zucker absolut unterm Durchschnitt ist. Und meine Kinder haben auch überhaupt kein Problem damit. Das finde ich am Allerschönsten.

Viele beobachten meine Kinder immer beim Naschen, wie sie es sich "reinschlingen", aber welches Kind schlingt denn nicht seine Süßigkeiten runter?! Leider muss man auch hier mit Vorurteilen rechnen, wenn man seine Kinder zuckerreduziert ernährt. Aber da sieht man mal, welchen erschreckenden Stellenwert Zucker in unserer Gesellschaft hat und wie selbstverständlich damit umgegangen wird. Und da habe ich jetzt den versteckten Zucker in Lebensmitteln noch gar nicht erwähnt.

Heute habe ich mal wieder gebacken und mir überlegt, wie ich Zucker so gut wie möglich reduzieren kann.

Über den Mürbeteig habe ich mich noch nicht "zuckerfrei" getraut, aber das nächste Mal versuche den auch noch mit Dattelsirup.

Hier also...


das Rezept für meine Mandeltarte mit Zwetschken und Feigen


Mürbteig

150g kalte Butter (oder pflanzliche Margarine) 60g Rohrzucker 200g Dinkelvollkornmehl 1-2 TL Backpulver 1 Ei (oder 1 EL Apfelmus)

Fülle

Mandeljoghurt (oder Sojajoghurt) 2 EL Dattelsirup 100g gehackte Mandeln Ei Zitronensaft einer 1/2 Zitrone

1 Messerspitze Vanille Zwetschken Feigen

Butter, Dattelsirup, Mehl, Backpulver und Ei mit den Händen schnell zu einem glatten Teig verkneten. Mindestens 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.


Für die Fülle alles miteinander vermischen bis auf die Zwetschken und die Feigen. Diese werden halbiert und geviertelt. Eine Springform mit Kokosfett (oder Butter) gut einstreichen, mit den Fingern der Form anpassen und an den Rändern ca. 2 cm hoch ziehen. (Das ist eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Aber anscheinend muss das so sein.) Auf den Teig zunächst die Mandelcreme verteilen und darauf die Zwetschken und Feigen schön auflegen.

Bei 180 Grad ca. 45 Minuten backen. Die Tarte aus dem Ofen nehmen, mit ein bisschen gehackten Mandel bestreuen und gut abkühlen lassen.



Genießt diese wunderbare Tarte!

Meinen Kindern hat sie großartig geschmeckt und uns natürlich auch.


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